SPG feiert höchsten Sieg seit über 48 Jahren

9:0-Kantersieg in Windhaag gegen SV Pasching!

„Neun zu Null“: Da schießt dem versierten, österreichischen Fußball-Beobachter unweigerlich eine Assoziation in den Kopf!

19 Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen …

  • Statt „Estadio de Mestalla“ in Valencia: Festung Windhaag.
  • Statt Quali zur EURO 2000 in NL/BE: 2. Klasse Nord-Ost.
  • Statt 45.000 Fans nur unwesentlich weniger, euphorisierte SPG-Anhänger
  • Statt „Furia Roja„: SV Pasching 16

Okay, zugegeben! Der Vergleich mag etwas weit hergezogen sein, aber für den höchsten Sieg seit über 48 Jahren und 311 Tagen (08.06.1969, 10:0 gg. Haslach) darf man schon mal von Höherem träumen!

Die SPG-Jungs haben die Aufgabe gegen den Tabellen-Letzten hochseriös angegangen und spielten herzerfrischenden und direkten Kombinationsfußball. Dieser führte nach 45 Minuten zu einer komfortablen 7:0-Pausenführung. Die Torschützen waren

  • 2x Tomas Trneny
  • 2x Mario Baumgartner
  • Lukas Gaisrucker
  • Manuel Huber

… und – da findet sich doch noch eine Parallele zur 0:9-Klatsche gegen Spanien: Auch ein Eigentor fiel! In die damalige Rolle von Ex-ÖFB-Kicker Arnold Wetl schlüpfte an diesem Tag ausgerechnet Paschings Redkordspieler (12 Einsätze!) Markus Pernegger-Schardax.

Frei nach der Halbzeit-Analyse von Anton PfefferHoch wern mas nimma g’winga„, besinnte sich Pasching im zweiten Durchgang nur noch auf das kompromisslose Verteidigen und konnte so eine noch höhere Niederlage verhindern. Manuel Huber mit seinem zweiten und Tomas Trneny, der mit seinem dritten Treffer an diesem Tag in der internen Torschützenliste mit Mani gleichzog, sorgten für den Endstand.

Fazit: Hochseriöse Angelegenheit. Mit der nötigen Ernsthaftigkeit ließ man keinen Zweifel aufkommen und trumpfte mit tollem, gefälligen Spiel auf. Fokus schon wieder auf das kommende, heiße Derby gegen Münzbach richten und das richtige „Mindset“ – die richtige Einstellung – dafür finden.

Letzte Bemerkung am Rande: Die 0:9-Niederlage bedeutete zugleich den Rücktritt des damaligen ÖFB-Coach & jetzigen ORF-Experten Herbert Prohaska – na, dann: GUTE NACHT!

Ewige „ASKÖ-Statistik“ (seit 1947):

Gegner Spiele Siege Remis Niederlagen Tore G-Tore Tore/Spiel G-Tore/Spiel Pkt./Spiel
SV Pasching 16 2 2 0 0 15 0 7,5 0 3,00

Stimmen zum Spiel

David Haml (Trainer SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag):

Es war ein Sieg, den jeder erwartet hat, wobei solche Spiele gegen die Tabellenletzten immer die schwierigsten sind. Wir sind sehr konzentriert in das Spiel gegangen, haben versucht durch viel Laufarbeit, Passgenauigkeit und spielerische Lösungen den Gegner unter Druck zu setzen. Das hat die erste Halbzeit auch sehr gut funktioniert. 2. Halbzeit haben wir das dann vernachlässigt und haben diese Dinge nicht mehr so umgesetzt. Dadurch ist unser Spielfluss gerissen und haben es versäumt, einen höherer Sieg einzufahren. Aber die Mannschaft ist hungrig und auf unser Ziel fokussiert.

Güngör Gül (Spieler SPG: 258 KM-Spiele / 73 Tore / seit Nov. 1999 bei ASKÖ Perg aktiv):

„Es war eines jener Spiele in denen es gilt, die Konzentration hoch zu halten. Das ist allerdings nicht einfach: Du weißt alles über den Gegner – dass sie so viele Tore bekommen haben, jede Partie verlieren, etc. . Aber wir haben in der ersten Halbzeit alles gut gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Zweite Halbzeit war zwar die Konzentration nicht mehr da, aber schlussendlich bleiben die 3 Punkte bei uns. Nicht unwesentlich ist auch die Stimmung, die wir in der Mannschaft haben! Wir sind eine echte Familie und das wird uns hoffentlich zu unserem Ziel führen: Aufstieg!“

Peter Öfferlbauer (Projekt-Initiator „SV Pasching 16“):

„Erstmal möchte ich Ihnen meinen allergrößten Respekt für die außerordentlich tolle Medienarbeit der ASKÖ Perg aussprechen!

Nach der wirklich guten Leistung gegen Pierbach-Mönchdorf erlebten wir gestern in Windhaag einen herben Rückschlag. Die erste Halbzeit kann aus unserer Sicht getrost als „Blackout“ beschrieben werden. Positiv war, dass unsere Mannschaft im zweiten Durchgang wieder aufgestanden ist, sowie generell die Steh-Auf-Mentalität unserer Mannschaft positiv hervorzuheben ist.“

 

>> Zur Gesamt-Situation:
„Klammert man das gestrige Blackout aus, so hat sich unsere Mannschaft bereits positiv entwickelt, man merkt viele Verbesserungen. Das Ganze ist einfach ein Prozess. Erschwerend kommt auch die Liga-Einteilung zum Tragen. Die 2. Klasse Nord-Ost mit ihren seit Jahrzehnten gewachsenen, gefestigten Vereinen ist ein wirklich harter Boden für unsere Jungs. Wie die diversen Testspiele zeigten, wäre ein Einstieg in der 2. Klasse Mitte, in welcher viele Vereine ähnliche Probleme wie wir haben, für uns sicherlich einfacher gewesen. Wir begreifen die gesamte Saison als Lehrjahr und werden in der kommenden Spielzeit gewiss den nächsten Schritt machen können. Unser Ziel bleibt es, uns in dieser Saison weiter zu verbessern und noch anzuschreiben. Wenn alles zusammepasst, können wir Punkte holen.

Vielen lieben Dank und die besten Grüße an eure sympathische SPG.“

Hannes Gruber (Sektions- und Nachwuchsleiter, SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag):

„Generell bin ich mit der Einstellung der Jungs, wie sie gegen Pasching ans Werk gegangen sind, sehr zufrieden. Schade ist halt, dass in der zweiten Halbzeit nicht doch noch mehr für’s Torverhältnis herausgeschaut hat. Da ich denke, dass das für den direkten Wiederaufstieg nicht unwichtig sein kann.“

Fotos vom Spiel findet ihr HIER

Herzlichen Dank an unsere Fotografin Michi Krückl!

 

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